Marc Philipp

Senior Manager, Accenture Strategy

 

 

 

 

 

Jan Ehlers

Head of Corporate Relations & Campus Development, ESCP Europe

Was macht eine gute Partnerschaft zwischen Hochschulen und Unternehmen aus?

#MP: Beide Seiten profitieren von fachlichem Austausch und Zusammenarbeit: Als globale Strategieberatung können wir helfen, die Praxiserfahrung, die wir mit unseren Klienten in der gemeinsamen Projektarbeit gewinnen, in die Forschung zu bringen. Die ESCP Europe kann uns helfen, unsere Arbeit nach aktueller Management-Theorie und betriebswirtschaftlichen Forschungsergebnissen auszurichten. So gewinnen beide Parteien an neuem Wissen und wachsen aneinander. Natürlich sind Universitäten mit dem Profil der ESCP Europe gerade für unseren hohen Anspruch an Talente eine wesentliche Quelle für qualifizierten Nachwuchs. Für Studierende ist das Knüpfen von Kontakten zu Unternehmen während des Studiums wichtig, um später eine gesicherte Entscheidung hinsichtlich ihres Berufseinstiegs zu treffen.  Gerade bei der hohen Geschwindigkeit und Intensität einer Karriere in der Strategieberatung ist es absolut erfolgskritisch zu wissen, worauf man sich einlässt. Damit eine gute Partnerschaft erwächst, müssen beide Seiten allerdings eine vertrauensvolle Basis der Zusammenarbeit entwickeln.

#JE: Ich stimme Marc zu. Eine gute Partnerschaft basiert erst einmal auf Vertrauen und dem gegenseitigen Wunsch, einen wirklichen Mehrwert füreinander zu generieren. Die konkreten Themen und Arbeitsschwerpunkte verändern sich für beide Seiten je nach den aktuellen Herausforderungen und den persönlichen Beziehungen zwischen den Institutionen. So kann bspw. eine Kooperation mit einem starken Fokus auf Employer Branding oder Recruiting von Praktikanten starten. Durch das Engagement in Praxisvorlesungen, Planspielen oder Workshops kommen unter Einbezug von Studierenden, Professoren & Führungskräften neue Kooperationsideen auf wie z.B. gemeinsame Masterarbeiten, Forschungsprojekte oder aus der Wissenschaft inspirierte Managementtrainings, die die Partnerschaft vertiefen.  Um solche Synergien für beiden Seiten zu heben, ist es Bedingung, die Partnerschaft aktiv zu gestalten und sich kontinuierlich über neue Ideen auszutauschen.

 

Wie sieht die gemeinsame Zusammenarbeit konkret aus?

#MP: Für eine erfolgreiche Kooperation sind zwei Punkte essentiell: Erstens, das Thema muss auf Leitungsebene beider Institutionen mit Priorität adressiert werden. Zweitens: Die Kooperation muss langfristig auf Arbeitsebene weiterentwickelt werden und wachsen – Stillstand ist hier ein Rückschritt! Daher planen wir mit regelmäßigen Treffen auf unterschiedlichen Ebenen die einzelnen Elemente unserer Kooperation aktiv!  Beispielsweise arbeiten wir daran, Gastvorträge in Vorlesungen zu gestalten, den Gedankenaustausch zwischen ESCP Europe Professoren und unseren Strategie-Beratern durch Advisory-Foren oder Round Tables zu institutionalisieren sowie eine regelmäßige Teilnahme von ESCP Europe Studenten an unserer Global Case Challenge, ein internationaler Wettbewerb, den wir mit führenden Zielhochschulen mehrerer Länder durchführen. Den Global Case Challenge-Wettbewerb hat die ESCP Europe im letzen Jahr übrigens im Deutschland-Finale gewonnen – die ESCP Teilnehmer konnten dann zwei Tage lang in London mit anderen internationalen Universitäten ihre Kräfte messen – eine tolle Erfahrung!

#JE:  Zum Kickoff haben wir uns die Zeit genommen, klare Ziele für beide Seiten zu definieren und eine Roadmap mit Aktivitäten zu erstellen. Im nächsten Schritt vernetzen wir Accentures Praxisexperten mit unseren Professoren und integrieren Accenture in unsere Lernsessions, um Austausch und Kontakte zu schaffen. 

Eine solche Zusammenarbeit funktioniert am besten, wenn man auf Unternehmensseite motivierte Partner hat, die gern an die Hochschule kommen und uns ihre Bedürfnisse mitteilen. Natürlich hilft es, wenn Partnerunternehmen über Alumni der ESCP Europe verfügen, die sich, wie im Fall von Accenture Strategy, intensiv in die Partnerschaft einbringen.

 

Wie profitieren Accenture Strategy und die ESCP Europe von der Partnerschaft?

#MP: Die ESCP Europe ist für uns Sparringspartner und Austauschplattform, so gewinnen wir durch inhaltlichen Austausch. Zudem profitiert Accenture Strategy von einer höheren Sichtbarkeit an der ESCP Europe, was sich bereits positiv auf die Rekrutierung von Praktikanten und Berufseinsteigern auswirkt. In Case-Study-Workshops konnten sich Studierende einen guten Eindruck von der Arbeit eines Beraters verschaffen und unsere Kollegen persönlich treffen, ebenso wie wir umgekehrt Gelegenheit hatten, die Studierenden und ihr Arbeitsverhalten kennenzulernen. In informellen Gesprächen trauen sich die Studierenden, Fragen zu stellen, die sie sonst nicht stellen würden.  

Darüber hinaus profitieren wir von der engen Zusammenarbeit mit den Karriereberatern der ESCP Europe, die genau wissen, welche Profile wir suchen und entsprechende Kontakte zu geeigneten Kandidaten herstellen, die Interesse an uns haben.

Alles in allem muss ich sagen, dass uns die Kooperation mit der ESCP Europe großen Spaß macht, denn die Kollegen sind sehr engagiert und reaktiv, was man nicht von allen Hochschulen in dem Maße kennt. Als Partner fühlen wir uns rundum sehr gut betreut.   

#JE: Vielen Dank für die Blumen, Marc, das können wir nur zurückgeben. Wir freuen uns sehr, mit Accenture Strategy im Herbst vergangenen Jahres einen attraktiven Arbeitgeber für unsere Studierenden in unserem Campus-Netzwerk gewonnen zu haben. Accenture engagiert sich zudem im Beirat für Sustainability Management und unterstützt unseren Career Service inhaltlich wie finanziell. 

Mit Accenture Strategy ist die Partnerschaft deshalb so erfolgreich, weil unsere Counterparts hoch engagiert sind. So macht die Zusammenarbeit auch uns großen Spaß, vor allem, weil die Erfolge sichtbar hervortreten.

Was bringt’s? Drei Fragen an Accenture Strategy und die ESCP Europe zu ihrer Zusammenarbeit

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